Kreative Oberflächen-Wandgestaltung
Ohne Wände kein Raum, und ohne Oberflächen kein Ambiente. Entscheidend ist, was auf den Flächen passiert. Eine kreative Oberfläche ist keine Wandfarbe mit Effekt, sondern Handarbeit in mehreren Schichten — und deshalb sieht keine zweite genau aus wie die erste.
Was eine kreative Oberfläche von einem Anstrich unterscheidet
Ein Anstrich bringt Farbe auf die Wand. Eine kreative Oberfläche bringt Tiefe. Sie entsteht dadurch, dass mehrere Materiallagen unterschiedlich stark aufgetragen, verdichtet, geglättet oder aufgerissen werden. Licht fällt dadurch nicht gleichmäßig zurück, sondern bricht sich — die Wand verändert sich im Tagesverlauf, und aus zwei Metern Abstand sehen Sie etwas anderes als aus zwanzig Zentimetern.
Das ist der Grund, warum sich diese Oberflächen nicht mit Quadratmeterpreisen aus dem Internet vergleichen lassen. Sie zahlen nicht Material, sondern Arbeitsgänge und Können. Eine Wand kann drei Schichten brauchen oder sechs, und zwischen den Schichten liegen Trockenzeiten, die niemand abkürzen kann.
Techniken, die wir ausführen
Spachteltechnik in Marmoroptik
Die Königsdisziplin. Mehrere Lagen Kalkspachtel werden mit der Kelle aufgetragen und im letzten Arbeitsgang verdichtet, bis die Fläche glänzt wie polierter Marmor. Je nach Material und Politur reicht das Ergebnis von seidenmatt bis hochglänzend, mit einer Tiefenwirkung, die man auf Fotos kaum einfängt. Welche Materialien wir dafür verwenden — von Spatula Stuhhi bis Marmoris — beschreiben wir ausführlich auf unserer Seite zu Putzarbeiten.
Betonoptik
Was früher ein nützlicher, kalter Baustoff war, ist heute ein Gestaltungsmittel. Wir erzeugen die Optik fugenlos in Spachteltechnik, von hellem, ruhigem Grau bis zum kräftigen Industrielook mit Schalungsspuren. Der große Vorteil gegenüber echtem Beton: Der Aufbau ist wenige Millimeter dünn, statisch unbedenklich und auch im Bad oder auf dem Boden umsetzbar.
Metallic- und Perlmutteffekte
Feine Metallpigmente in einer Lasur, in Bahnen oder kreisend aufgetragen. Die Wand wirkt bei Streiflicht warm und changierend, frontal betrachtet fast ruhig. Besonders wirkungsvoll auf einzelnen Flächen — einer Kaminwand, einem Empfangsbereich, der Wand hinter dem Bett. Über die ganze Wohnung verteilt wird es unruhig; das sagen wir Kunden lieber vorher.
Wisch-, Lasur- und Kalktechniken
Die zurückhaltende Familie. Mehrere lasierende Aufträge in verwandten Tönen ergeben eine lebendige, wolkige Fläche, die nie flach aussieht, aber auch nicht in den Vordergrund drängt. Kalktechniken haben zusätzlich einen bauphysikalischen Vorteil: Kalk ist stark alkalisch und feuchteregulierend, nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab. In Schlafräumen und Altbauten ist das mehr als eine Optik.
Wo kreative Oberflächen besonders wirken
Unsere Erfahrung aus Düsseldorf und Ratingen: Diese Techniken entfalten sich dort, wo Licht auf sie fällt und wo Menschen stehen bleiben. Das ist selten der Flur und fast immer die Wand, auf die man beim Betreten eines Raums zuerst schaut.
Im Wohnbereich sind es Kamin- und Fernsehwände, im Schlafzimmer die Wand hinter dem Bett, im Bad fugenlose Flächen, die eine Fliesenoptik ersetzen. In Praxen, Kanzleien und Ladenlokalen ist es die Wand hinter dem Empfang — dort ersetzt eine gespachtelte Fläche jede Dekoration. Eine einzelne, gut gemachte Fläche wirkt dabei stärker als vier mittelmäßige.
Vom Muster zur fertigen Wand
Wir arbeiten nie ohne Muster. Nach dem ersten Gespräch legen wir Probetafeln an — mit dem Material, der Farbstellung und der Technik, über die wir gesprochen haben. Diese Tafeln stellen wir in Ihrem Raum auf, bei Ihrem Licht, und lassen sie ein paar Tage stehen. Was am Vormittag überzeugt, kann am Abend bei Kunstlicht ganz anders aussehen.
Erst wenn das Muster sitzt, wird die Fläche vorbereitet. Kreative Oberflächen brauchen einen ebenen, tragfähigen, gleichmäßig saugenden Untergrund — jede Delle bleibt sichtbar, und bei glänzenden Oberflächen wird sie sogar betont. Spachteln, Schleifen und Grundieren sind hier kein Vorbereiten, sondern schon Teil der Arbeit. Danach folgen die Schichten, jede nach ihrer Trockenzeit, und zum Schluss die Endbehandlung: Politur, Wachs oder eine Schutzbeschichtung.
Haltbarkeit, Reinigung, Reparatur
Richtig ausgeführt halten diese Oberflächen Jahrzehnte, weil sie mineralisch und mehrere Millimeter stark sind. Für Flächen, die berührt werden — Bad, Küche, Treppenhaus — versehen wir sie mit Wachs oder einer Schutzschicht, danach sind sie feucht abwischbar.
Ein ehrlicher Punkt, den wir nicht verschweigen: Eine Spachteltechnik ist nicht so einfach zu flicken wie ein Anstrich. Eine Schramme lässt sich nicht mit einem Pinselstrich ausbessern, weil sich der Ansatz abzeichnet. Reparieren heißt hier meist, die Fläche bis zur nächsten Kante neu zu machen. Das ist der Preis für die Wirkung — und der Grund, warum wir raten, mit einer Fläche anzufangen und nicht mit dem ganzen Haus.
Sehen statt vorstellen
Diese Oberflächen kann man auf einem Bildschirm nicht beurteilen. Kommen Sie in unseren Showroom am Fürstenwall 70 in Düsseldorf: Dort hängen Musterflächen, die Sie anfassen und im echten Licht drehen können. Wer eine ruhigere Wandgestaltung sucht, findet sie bei Tapeten, bei Farrow & Ball oder beim klassischen Innenanstrich.
Jetzt Wandgestaltung anfragen
Beschreiben Sie uns in zwei Sätzen, welche Wand es ist und welche Wirkung Sie sich vorstellen — wir kommen vorbei, schauen uns Raum und Licht an und legen ein Muster an. In Düsseldorf meist innerhalb weniger Tage, in Ratingen ebenso.
Telefon: 0211 87979968
Oder direkt über das Anfrageformular.
