Bodenverlegung
Als Malermeisterbetrieb mit eigener Bodenlegerei übernehmen wir in Düsseldorf und Ratingen die komplette Bodenarbeit — vom Aufmaß bis zur letzten Sockelleiste. Der Boden prägt einen Raum stärker als jede Wandfarbe: Er entscheidet, wie hell es wirkt, wie warm es sich anfühlt und wie ein Schritt klingt. Und er ist der Bauteil, den Sie danach jeden Tag benutzen.
Welcher Boden passt in welchen Raum?
Es gibt keinen besten Bodenbelag, nur den passenden. Vier Materialien verlegen wir am häufigsten — und jedes hat einen Raum, in dem es glänzt, und einen, in dem es Ärger macht.
Parkett
Echtholz, mehrschichtig verleimt oder als Massivdiele. Parkett ist der einzige Boden, den Sie in zwanzig Jahren abschleifen und neu ölen können, statt ihn zu entsorgen. Es arbeitet mit der Raumluft: Bei trockener Heizungsluft im Winter schwindet es, im feuchten Sommer quillt es. Deshalb bleiben Randfugen frei und die Raumluft sollte zwischen 40 und 60 Prozent Feuchte liegen. Für Wohn- und Schlafräume die erste Wahl, im Bad nur mit der richtigen Holzart und dichter Oberfläche.
Vinyl- und Designböden
Der Boden, der in den letzten Jahren am meisten gewonnen hat. Vollvinyl ist wasserfest, fußwarm, leise und in der Optik inzwischen erstaunlich nah am Holz. Es gibt ihn zum Klicken und zum Vollflächigverkleben. Verklebt ist er stabiler, leiser und besser für Fußbodenheizung — dafür braucht der Untergrund mehr Vorbereitung. In Küche, Bad, Flur und Gewerberäumen spielt Vinyl seine Stärken aus.
Laminat
Die günstigste Lösung mit ordentlicher Optik. Entscheidend ist die Nutzungsklasse: Für ein Schlafzimmer genügt NK 21, für einen Flur oder ein Büro sollten Sie NK 31 oder höher nehmen, sonst sehen Sie die Laufwege nach drei Jahren. Laminat verträgt keine stehende Feuchtigkeit — ein umgekipptes Wasserglas ist kein Problem, eine undichte Waschmaschine schon.
Teppichboden
Wird unterschätzt. Kein anderer Belag senkt den Trittschall so wirksam, und in Schlafräumen oder Büros mit vielen harten Flächen macht das den Unterschied zwischen ruhig und hallig. Moderne Qualitäten sind strapazierfähig und gut zu reinigen. Für Allergiker sind kurzflorige, dicht getuftete Ware und regelmäßiges Saugen mit Filter meist unproblematischer als ihr Ruf.
Der Untergrund entscheidet über das Ergebnis
Neunzig Prozent aller Bodenschäden, die wir sehen, stammen nicht vom Belag, sondern von dem, was darunter liegt. Bevor bei uns eine einzige Diele fällt, prüfen wir drei Dinge.
Die Restfeuchte. Frischer Estrich enthält Wasser, und Wasser unter einem dichten Belag sucht sich einen Weg — meist nach oben, in Form von Wölbungen oder Schimmel. Deshalb messen wir mit der CM-Methode, bevor wir verlegen: Zementestrich darf ohne Fußbodenheizung höchstens 2,0 CM-Prozent aufweisen, mit Heizung 1,8. Bei Calciumsulfatestrich liegen die Werte bei 0,5 beziehungsweise 0,3. Wer diese Messung überspringt, spart eine Stunde und riskiert den ganzen Boden.
Die Ebenheit. Ein Untergrund muss innerhalb der Toleranzen der DIN 18202 liegen. Ist er es nicht, hilft keine Unterlage, sondern nur Spachtelmasse — flächig aufgezogen, geschliffen, grundiert. Das ist der Posten, der in billigen Angeboten fehlt und in der Rechnung später auftaucht.
Die Tragfähigkeit. Alte Kleberreste, sandende Oberflächen, lose Spanplatten: Alles, was sich lösen kann, löst sich irgendwann. Wir prüfen mit dem Ritztest und entscheiden dann, ob Grundieren reicht oder abgeschliffen werden muss.
Wie eine Verlegung bei uns abläuft
Zuerst kommen wir vorbei, messen auf und schauen uns den Untergrund an. Danach bekommen Sie ein Angebot, in dem Vorarbeiten, Material und Verlegung getrennt ausgewiesen sind — Sie sehen also, wofür Sie zahlen.
Das Material lagert vor der Verlegung mindestens 48 Stunden im Raum, in dem es später liegt, bei normaler Wohntemperatur. Holz und Vinyl nehmen dabei die Maße an, die sie im Betrieb behalten. Wir legen die Verlegerichtung fest, meist längs zur Raumachse oder in Richtung des Lichteinfalls, weil Stöße dann kaum auffallen. Türdurchgänge bekommen Dehnungsfugen mit passenden Profilen, Randbereiche eine Fuge, die die Sockelleiste verdeckt.
Am Ende räumen wir auf, nehmen den Verschnitt mit und gehen mit Ihnen durch. Möbel rücken wir auf Wunsch mit — sagen Sie einfach vorher Bescheid, dann planen wir die Zeit ein.
Fußbodenheizung, Feuchtraum und Altbau
Über einer Fußbodenheizung zählt jeder Millimeter Dämmung gegen Sie: Der Wärmedurchlasswiderstand aus Belag und Unterlage sollte zusammen möglichst unter 0,15 m²K/W bleiben, sonst heizen Sie den Estrich statt den Raum. Verklebte Böden schlagen hier geklickte, weil keine dämmende Luftschicht dazwischen liegt.
In Bad und Gäste-WC arbeiten wir mit wasserfesten Belägen und dichten Randanschlüssen. Und im Düsseldorfer Altbau, wo Dielen federn und kein Winkel rechtwinklig ist, wird zuerst die Unterkonstruktion gerichtet — sonst wandert jede Unebenheit in den neuen Boden.
Was kostet das Verlegen?
Wie bei jeder Malerarbeit steckt der Preis nicht im Material, sondern in der Vorbereitung. Ein ebener, trockener Estrich ist ein halber Tag; ein Altbauboden mit Spachtelmasse, Ausgleich und Entsorgung des alten Belags kann eine Woche werden. Warum am Telefon niemand seriös eine Zahl nennen kann, haben wir hier ausführlich aufgeschrieben.
Boden und Wand aus einer Hand
Der praktische Vorteil, wenn Maler und Bodenleger derselbe Betrieb sind: Die Reihenfolge stimmt. Erst die Wände und Decken, dann der Boden, dann die Lackarbeiten an Türen und Zargen — und niemand muss zweimal abdecken oder auf einen anderen Handwerker warten. Farbmuster und Bodenproben können Sie in unserem Showroom am Fürstenwall 70 direkt nebeneinander legen; am Bildschirm geht das regelmäßig schief.
Jetzt Boden anfragen
Schreiben Sie uns in zwei Sätzen, welche Räume es sind und was Sie sich vorstellen — wir kommen vorbei, messen auf und Sie bekommen ein Festangebot. In Düsseldorf meist innerhalb weniger Tage, in Ratingen ebenso.
Telefon: 0211 87979968
Oder direkt über das Anfrageformular.
