Hell gestrichener Wohnraum mit Treppe – Ergebnis eines Innenanstrichs vom Malermeisterbetrieb Tobias Mittler

Was kostet ein Maler? Die ehrliche Antwort — und warum Ihnen kaum jemand eine gibt

Sie haben drei Angebote eingeholt. Eins über 2.400 Euro, eins über 4.100 Euro, eins über 6.800 Euro. Gleiche Wohnung, gleiche Räume, gleicher Auftrag.

Und jetzt?

Willkommen im ehrlichsten Text über Malerkosten, den Sie heute lesen werden. Kein Preisrechner, der Ihnen nach vier Klicks eine Zahl ausspuckt, die niemand halten kann. Sondern das, was ein Malermeister sieht, wenn er in Ihre Wohnung kommt — und warum genau das über den Preis entscheidet.

Warum Ihnen niemand einen Preis am Telefon nennt

Doch, halt. Manche tun es. Und das sollte Sie stutzig machen.

Wer am Telefon einen Quadratmeterpreis nennt, ohne die Wände gesehen zu haben, tut eines von zwei Dingen: Er rät. Oder er kalkuliert bewusst niedrig, um den Auftrag zu bekommen — und schreibt die Differenz später als Nachtrag.

Der Grund ist simpel. Farbe kostet fast nichts. Die Arbeit davor kostet.

Zwei Wohnungen, beide 80 Quadratmeter, beide „einmal weiß streichen“. In der einen sind die Wände glatt, trocken und schon zweimal gestrichen. In der anderen sitzt Raufaser aus 1994 auf Putz, der beim Abziehen mitkommt, hinter dem Sofa blüht Schimmel, und die Decken haben Risse.

Erste Wohnung: zwei Tage. Zweite Wohnung: neun Tage, plus Spachtelmasse, plus Grundierung, plus Entsorgung.

Derselbe Auftrag. Viermal so viel Arbeit.

Die fünf Dinge, die Ihren Preis wirklich machen

1. Der Zustand des Untergrunds

Das ist der große. Alles andere ist Kleingeld dagegen.

Ein tragfähiger, glatter Untergrund heißt: grundieren, streichen, fertig. Ein sandender Altputz, alte Leimfarbe, Nikotin, Wasserflecken oder eine Tapete, die sich nicht in einem Stück lösen lässt — das sind jeweils zusätzliche Arbeitsgänge. Manche davon müssen über Nacht trocknen, bevor der nächste beginnt.

Deshalb schauen wir uns Ihre Wände an, bevor wir eine Zahl aufschreiben. Nicht aus Höflichkeit. Weil es anders nicht geht.

2. Die Vorarbeiten

Abkleben, abdecken, Möbel rücken, Steckdosen demontieren, Risse öffnen und schließen, spachteln, schleifen, entstauben, grundieren.

Bei einem Wohnzimmer mit viel Möbeln und Stuck kann die Vorbereitung länger dauern als das Streichen selbst. Das klingt absurd, ist aber der Alltag. Und es ist genau der Posten, den unseriöse Angebote weglassen — weil man ihn im Angebot nicht sieht, wohl aber im Ergebnis.

3. Das Material

Zwischen einer Dispersionsfarbe für 25 Euro und einer für 120 Euro liegen Welten: Deckkraft, Scheuerbeständigkeit, Farbtontreue, Ergiebigkeit.

Die günstige Farbe braucht drei Anstriche für ein Ergebnis, das die teure nach zwei liefert. Rechnen Sie den dritten Arbeitsgang dazu, und die „teure“ Farbe war die günstigere Entscheidung. Bei hochwertigen Putzen und Effektbeschichtungen wird der Unterschied noch deutlicher.

4. Die Zugänglichkeit

Dritter Stock ohne Aufzug. Treppenhaus mit engem Absatz. Fassade, die ein Gerüst braucht. Ein Raum, in dem eine Küche steht, die nicht raus kann.

Nichts davon ist dramatisch. Alles davon kostet Zeit.

5. Der Termin

Wer flexibel ist, zahlt weniger. Wer will, dass zwischen Auszug und Einzug genau vier Tage liegen und in diesen vier Tagen alles fertig wird, bezahlt für die Planung, die das möglich macht.

Was das konkret heißt

Jetzt die Zahlen. Mit einer Bitte vorweg: Behandeln Sie sie als Größenordnung, nicht als Angebot.

  • Wände und Decken streichen, guter Untergrund — der günstigste Fall. Wenig Vorbereitung, zwei Anstriche, fertig.
  • Streichen mit Spachtelarbeiten — Risse, Löcher, Übergänge. Rechnen Sie mit dem Anderthalb- bis Doppelten.
  • Alte Tapete runter, neu tapezieren — Entfernen, Untergrund richten, Kleister, Bahnen, Muster ansetzen. Der Aufwand steckt im Ablösen, nicht im Kleben.
  • Spachteltechniken und Effektoberflächen — Handarbeit in mehreren Schichten. Hier zahlen Sie Können, nicht Quadratmeter.
  • Fassade — Gerüst, Wetter, Untergrundprüfung. Der Posten mit den größten Spannen überhaupt.
  • Lackieren von Türen und Zargen — wird pro Stück gerechnet. Im Spritzverfahren wird es glatter und geht schneller.

Sie merken: Ich nenne bewusst keine Quadratmeterpreise. Nicht aus Geheimniskrämerei — sondern weil jede Zahl, die ich hier hinschreibe, für Ihre Wohnung falsch wäre.

Drei Angebote, drei Preise. Was sagt Ihnen das?

Zurück zum Anfang. 2.400, 4.100, 6.800.

Das billigste Angebot lässt meistens etwas weg. Meist die Vorarbeiten. Manchmal die Grundierung. Gelegentlich den zweiten Anstrich. Steht da „streichen“ ohne weitere Angabe, fragen Sie nach: Wie viele Anstriche? Welche Farbe? Wer spachtelt?

Das teuerste Angebot ist nicht automatisch Abzocke. Es kann sein, dass genau dieser Betrieb als Einziger gesehen hat, dass die Decke im Schlafzimmer eine Trennlage braucht. Fragen Sie, was die Differenz begründet. Ein guter Betrieb erklärt Ihnen das gern und in einfachen Worten.

Das mittlere Angebot ist nicht deshalb richtig, weil es in der Mitte liegt. Vergleichen Sie Positionen, nicht Endsummen.

Woran Sie einen seriösen Malerbetrieb erkennen

Sechs Punkte. Sie brauchen kein Fachwissen dafür.

  • Er kommt vorbei, bevor er ein Angebot schreibt. Ausnahmslos.
  • Er stellt Fragen. Wann wurde zuletzt gestrichen? Gab es Feuchtigkeit? Wird die Wohnung bewohnt, während wir arbeiten?
  • Das Angebot ist aufgeschlüsselt. Vorarbeiten, Material, Arbeitsgänge, Entsorgung — als einzelne Posten. Ein Angebot, das aus einer Zeile besteht, ist keine Kalkulation, sondern eine Schätzung.
  • Er sagt Ihnen auch, was Sie nicht brauchen. Wer alles verkauft, verkauft irgendwann auch Unsinn.
  • Er ist erreichbar, nachdem das Geld geflossen ist. Fragen Sie ruhig direkt: Was passiert, wenn in zwei Monaten eine Stelle nachdunkelt?
  • Er hat einen Meisterbrief. Das Maler- und Lackiererhandwerk steht in der Anlage A der Handwerksordnung — wer den Beruf in vollem Umfang gewerblich ausübt, braucht ihn.

Wie es bei uns abläuft

Damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen:

Sie melden sich. Telefon, E-Mail oder WhatsApp. Ein Satz reicht: was ansteht und wo.

Wir kommen vorbei. In Düsseldorf meist innerhalb weniger Tage, in Ratingen ebenso — vom Tichauer Weg sind es über die A52 rund zwanzig Minuten. Wir schauen uns die Räume an, klopfen den Putz ab, fragen nach der Vorgeschichte.

Sie bekommen ein schriftliches Festangebot. Nach Positionen aufgeschlüsselt. Was drinsteht, gilt. Wenn wir beim Abziehen der Tapete etwas finden, das niemand ahnen konnte, sprechen wir vorher mit Ihnen — nicht hinterher auf der Rechnung.

Wir arbeiten. Möbel werden abgedeckt, Böden geschützt, abends wird aufgeräumt. Sie können in der Wohnung bleiben, wenn Sie möchten.

Wir gehen zusammen durch. Und wenn danach noch etwas ist: Wir sind noch da.

Wenn Sie sehen wollen, wie Farbtöne und Oberflächen im echten Licht wirken, kommen Sie in unseren Showroom am Fürstenwall. Am Bildschirm eine Farbe auszusuchen geht meistens schief.

Die kurze Antwort

Was kostet ein Maler?

So viel, wie die Arbeit an Ihren Wänden ehrlich kostet. Und das weiß niemand, der sie nicht gesehen hat.

Die gute Nachricht: Das herauszufinden kostet Sie nichts. Wir kommen vorbei, schauen uns an, was ansteht, und Sie bekommen eine Zahl, auf die Sie sich verlassen können. Ob Sie danach mit uns arbeiten, entscheiden Sie in Ruhe.

Jetzt Festpreis anfragen

Beschreiben Sie uns in zwei Sätzen, was ansteht — wir melden uns zeitnah zurück und schlagen einen Termin für die Besichtigung vor.

Telefon: 0211 87979968
E-Mail: info@mittler-maler.de
Alle Leistungen im Überblick.

Tobias Mittler Malermeisterbetrieb · Tichauer Weg 42 · 40231 Düsseldorf
Tätig in Düsseldorf, Ratingen und im Kreis Mettmann. 5,0 von 5 Sternen bei 112 Google-Bewertungen.

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